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Konditionsaufbau bei Pferden PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Webmaster   
28.03.2004 10:49
Konditionsaufbau bei Pferden

Oft wurde ich in letzter Zeit gefragt, wie man denn sein Pferd in Kondition bringt. Jetzt, wo glücklicherweise endlich der Sommer die Zügel in die Hand genommen hat und man sich in aller Ruhe auf die Jagd- und Ausreitsaison im kommenden Herbst vorbereiten kann.
Was ist das Wichtigste?

Regelmäßiges Training und ausreichende gute Fütterung.

Vorteilhaft wäre die Erstellung eines Trainingsplanes, der auch die schlechten Tage eines Pferdes nicht außer Acht lässt. Also: An jedem Tag sollte ein Ersatzprogramm möglich sein.
Dressurtraining: Die Gymnastizierung des Pferdes ist beim Dressurtraining das oberste Gebot. Biegungs- und Stellungswechsel, Übergänge in allen Gangarten und das Sensibilisieren des Pferdes auf alle Hilfen des Reiters. Einfache Übungen wie Schritt, Trab und Galopp, Touren in allen Größen, Hinter- und Vorhandwendungen, Schultherein und das Rückwärtsrichten unterstützen den Reiter beim Erreichen seines Ziels. Bei jeder Trainingseinheit sollte der Reiter darauf Bedacht nehmen, dass sein Pferd locker und schwungvoll vorwärts geht, sich dabei gut entspannt und sensibel auf alle Hilfen reagiert. Nur entspannte Muskeln können aufgebaut werden, verkrampfte Muskeln verkümmern! Das Dressurtraining sollte als Vorstufe zum Geländetraining betrachtet werden und nicht als lästige Notwendigkeit.
Geländetraining: Hier gilt es Kondition zu tanken. Viel fleißigen Schritt und flotte Trabreprisen bringen dem Pferd Ausdauer und Kraft. Kurze Stücke können selbstverständlich galoppiert werden, doch hat der Galopp im Geländetraining eher eine zweitrangige Bedeutung. Glück dem, der etwas hügeliges Gelände zur Verfügung hat, doch auch der Reiter aus der Ebene kann seinem Pferd die notwendige Kondition antrainieren. Im hügeligen Gelände gilt: Bergauf und bergab wird im Schritt bewältigt, das bringt Kraft. Der Reiter aus der Ebene verlängert seine Geländeeinheiten eben um eine viertel Stunde und legt öfter flotte Trabreprisen ein. Wechselndes Terrain fördert die Trittsicherheit des Pferdes. Ein Tipp: Wenn es möglich ist, dann fahren Sie mit Ihrem Pferd am Wochenende in ein anderes Gebiet um Ihr Geländetraining auszuweiten.
Stangen- und Springtraining: Auch hier gilt als Basis das Dressurtraining. Locker über Stangen traben entspannt das Pferd und bringt es dazu seinen Rücken aufzuwölben. Außerdem wird die Hinterhand trainiert. Das Pferd sollte dazu aufgefordert werden, fleißig über die Stangen zu treten. Darüber zu stolpern wäre kein gutes Trainingsziel. Das Springtraining sollte den Anforderungen angepasst werden. Wenn Sie im Herbst an einer Jagd teilnehmen wollen, dann sollten Sie entweder Geländehindernisse zur Verfügung haben, oder den Parcours am Springplatz einige Zentimeter höher als im Gelände gefordert wird, bauen.

Das Training im Wochenrhythmus:

Das Pferd sollte täglich gearbeitet werden und Sie sollten immer ein Ersatzprogramm parat haben. Rückschritte während des Trainings sind normal. Sie sollten Dressur-, Gelände- und Spring- oder Stangentraining immer abwechseln. Einen Tag in der Woche sollten Sie sich für lockere Arbeit an der Longe und zum Entspannen frei halten. Anfangs sollten Sie das Training locker beginnen und versuchen Muskelkater oder Überanstrengung zu vermeiden. Das Training sollte dann nach ca. zwei Wochen (abhängig vom Pferd) täglich etwas gesteigert werden. Je nach Zeitfaktor wäre es auch förderlich, wenn Sie Ihr Pferd zweimal täglich arbeiten. Dressur- und Geländetraining lässt sich z. B. an einem Tag gut vereinbaren.

Die Fütterung:

Das ist ein sehr heikles Thema während des Konditionstrainings.
Anfangs sollten Sie bei der Fütterung bleiben, die Sie bisher hatten. Nach einigen Tagen können Sie die Futterration langsam zu steigern beginnen. Wenn Ihr Pferd sehr viel Schweiß lässt, wäre es von Vorteil, wenn Sie ihm Elektrolyte zuführen. Entweder in flüssiger oder in Pulverform. Ein wichtiger Faktor während des Trainings ist auch die Heuration. Auf keinen Fall zu wenig Heu füttern. Die Kraftfutter und die Heuration sollten aufeinander abgestimmt werden. Während des Trainings sollten Sie ihr Pferd täglich beobachten. Grobe Konditionsverluste oder Zeichen von Überanstrengung sollten Sie schon im Ansatz erkennen. Dann sollten Sie sofort wieder einen Schritt zurückgehen, denn dann haben Sie es etwas übertrieben. Für unerfahrene Reiter gilt: Nicht alleine trainieren. Es gibt bestimmt Trainer, die Ihnen gerne helfen. Oder Sie lassen sich und dem Pferd etwas mehr Zeit und gehen lieber in sehr langsamen Schritten vorwärts. Viel Erfolg.


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Kommentare (2)
RSS Kommentare
1. 04.01.2008 21:28
Konditonsaufbau ?
Hallo! 
Dieses Thema ist sehr gut, aber kann man genau beschreiben wie ich z.B. in Winter in der Halle am besten und richtig mein Pferd für eine bessere Kondition Trainiere? Ich möchte die Dressurarbeit bei meinen Pferden verbessern.  
Danke im vorraus
Registriert
2. 27.05.2008 13:46
konditionsaufbau
also ich würde grade im winter darauf achten das das pferd gut aufgewärmt ist , das heißt viel schritt am langen zügel. ich würde auch viel mit dehnung arbeiten das stärkt die rücken-und halsmuskulatur und noch andere wichtige muskeln. nach der arbeit mit dem pferd würde ich in jedem fall eine abschwitzdecke benutzten , weil das ganze bringt nichts wenn das pferd eine muskelzerrung oä. hat . 
ich hoffe ich konnte dir deine frage ein bisschen beantworten ... 
lg
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